Ihr Ziel ist unser Auftrag!
Ihr Ziel ist unser Auftrag!

Dem Jahresbericht sind die Zahlen und Fakten der Klienten aus dem Rhein-Kreis Neuss zu Grunde gelegt. Für das Einzugsgebiet Ennepe-Ruhr-Kreis wurde ein separater Jahresbericht erstellt. Im Jahr 2017 wurden keine Klienten aus den Einzugsgebieten Krefeld und Düsseldorf betreut.  

 

Es fanden im Jahr 2017 insgesamt 4 Neuaufnahmen statt. Zwei waren männlich, zwei weiblich.  Zum Stichtag 31.12.2017 befanden sich hiervon drei Personen in der Maßnahme.

 

Von den drei  dieser noch zum Stichtag in der Maßnahme vorhandenen Personen waren zu Beginn alle konsumierend. Bei zweien konnte die Abstinenz zum Stichtag erreicht werden.

 

Insgesamt nutzten im Jahr 2017 33 Klienten unser Angebot des ambulant betreuten Wohnens für Suchtkranke. Wie auch in den vorherigen Jahren wird das Angebot überwiegend von männlichen Hilfesuchenden genutzt, so nutzen es 19 männliche und 14 weibliche Personen. Es ist jedoch die Tendenz zu erkennen, dass auch zunehmend weibliche Personen das Angebot nutzen. Waren es z.B. 2014 noch nur 29 Prozent, so waren es 2016 bereits 36 und in 2017 42 Prozent.

 

7 dieser 33 Klienten beendeten innerhalb des Jahres 2017 die Maßnahme:

 

  • vier Klienten waren trotz intensiver Bemühungen nicht mehr greifbar, so dass die Maßnahme bei einer Klientin durch uns abgemeldet wurde, bei zwei  Klienten auslief und bei einer Klientin die  Aufnahmeanzeige zurück gezogen wurde
  • ein Klient wechselte auf eigenen Wunsch den BeWo Anbieter
  • ein Klient wechselte in die stationäre Wohnform,
  • eine Klientin musste unsererseits wegen dauerhaft stationärer Pflege abgemeldet werden.

 

 

Bei insgesamt einer Klientin konnte die Antragstellung nicht fertig gestellt werden und es wurde, wie oben auch aufgeführt die Aufnahmeanzeige zurückgezogen.

 

Von den 26 Klienten, die sich  noch zum Jahresende in der Maßnahme befanden, lebten zum jeweiligen Beginn der Maßnahme 11 Klienten abstinent.  8 dieser 11 Klienten lebten auch noch  zum Stichtag abstinent.

 

Bei 6 der zum jeweiligen Beginn der Maßnahme nicht abstinent lebenden Klienten konnte innerhalb des Jahres 2017 die Abstinenz erreicht und bis zum Stichtag gehalten werden.

 

Von den 33 im Verlaufe des Jahres 2017 betreuten Klienten konsumierte – wie auch in den Vorjahren erkennbar – der überwiegende Teil aktuell oder in der Vergangenheit Alkohol. An zweiter Stelle kam Heroin und Cannabis, dicht gefolgt von Amphetaminen. Selbstverständlich sind hier Mehrfachnennungen vorhanden (u.a. Polytoxikomanie).  

 

Zur Verdeutlichung eine Abbildung:

 

Abbildung 1: Konsumierte Suchtmittel

Im Vergleich zu den Vorjahren wird deutlich, dass sich die Suchtmittelanordnung nur geringfügig differenziert;  so wechselt sich nochmal Amphetamin und Heroin stellenmäßig ab (vgl. Bericht 2014 und 2016). Wie auch in den Jahren davor werden Medikamente, Kokain etc. im Vergleich eher seltener konsumiert bzw. in 2017 fiel Kokain komplett weg.

 

Alkohol wird,  wie auch in den Jahren zuvor (Vergleichwerte ab 2006), mit Abstand am häufigsten abhängig konsumiert. In 2017 konsumieren 67 Prozent der 33 im Laufe des Jahres betreuten Klienten Alkohol. Im Vergleich hierzu konsumierten 27 Prozent Heroin und Cannabis, gefolgt von 21 Prozent Amphetamine. Lediglich 9 Prozent gaben an, Medikamente zu konsumieren.

 

Zwei der o.a. Klienten haben als zusätzliche Diagnose die Spielsucht diagnostiziert.

 

Nachfolgend möchten wir die aktuelle Betreuungsdauer der zum Stichtag 31.12.2017 26 betreuten Klienten aufzeigen:

 

 

Abbildung 2: Betreuungsdauer zum 31.12.2017

Zum Stichtag 31.12.2017 belief sich der durchschnittliche und vom Landschaftsverband Rheinland oder der Stadt Neuss[1] bewilligte oder beantragten Betreuungsumfang auf  wöchentlich 2,83 Stunden, was ungefähr dem Wert aus 2014 und auch 2016 entspricht (2014:3,02 Std., 2016: 2,94 Std.)

 

Im Einzelnen stellt sich dies wie folgt dar:

 

 

Abbildung 3: (bewilligter / beantragter) wöchentlicher Betreuungsumfang Stichtag 31.12.2017

 


[1] Für eine Klientin wurde die Eingliederungshilfe über die Stadt Neuss  als Kostenträger beantragt

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